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Kasachstan

Die Republik Kasachstan ist ein wichtiger Partner Deutschlands und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die kasachische Regierung setzt den Fokus in der wirtschaftlichen Entwicklung auf Diversifizierung und den Abbau der Abhängigkeit von der Erdölproduktion. Landwirtschaft wird als ein strategisch wichtiger Sektor in der Diversifizierung angesehen. Die Regierung sieht erhebliche Potentiale in der Entwicklung von landwirtschaftlichen Exportprodukten; insbesondere in der Produktion ökologischer Lebensmittel möchte das Land an Profil gewinnen. Für deutsche Unternehmen des Agribusiness – vor allem im vorgelagerten Bereich und in der Verarbeitungstechnik – bestehen hier gute Voraussetzungen für eine chancenreiche Zusammenarbeit in Zentralasien.

Strategische Grundlage für die weitere Entwicklung der heimischen Landwirtschaft ist das im Frühjahr 2017 vorgestellte und auch nach den Präsidentschaftswahlen 2019 konsequent weiterverfolgte Staatsprogramm für die agroindustrielle Entwicklung. Ziele sind insbesondere Produktionssteigerungen, die ausreichende Versorgung des heimischen Marktes sowie die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte für den Export. Nach dieser Strategie sollen sowohl kleinere und mittlere Betriebe als auch Großbetriebe ihren Anteil am Wachstum haben. Hierfür soll und muss allerdings die Wirksamkeit der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen verbessert werden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Verbesserung des Investitionsklimas speziell im Agrar- und Ernährungsbereich.

Kasachstan ist fast achtmal so groß wie Deutschland. Es zählt mit einer Gesamtfläche von 2,7 Mio. km² zu den größten Ländern der Erde. Die Landwirtschaft ist seit jeher ein bedeutender Wirtschaftszweig. Kasachstan gehört in guten Erntejahren zur Gruppe der zehn größten Weizen- und Weizenmehlexporteure. Trotz interessanter Perspektiven sowie vielfältiger Subventionsprogramme der kasachischen Regierung blieb die Entwicklung des Agrarbereichs bislang noch hinter den Möglichkeiten zurück. Langfristig soll der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt von 5 Prozent (2018) auf 20 Prozent (2021) gesteigert werden. Die kasachische Regierung hat verschiedene durchdachte Förderprogramme, wie zum Beispiel im Milch- und dem Fleischsektor eingeführt, wodurch das Ziel durchaus als realistisch eingestuft werden kann.  

(Stand: Oktober 2019)

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