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#StandWithUkraine. Das Bilaterale Kooperationsprogramm (BKP) steht an der Seite der Menschen in der Ukraine: Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Lebensmittelhilfe.

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Die völkerrechtswidrige Invasion Russlands in die Ukraine und das damit verbundene Leid trifft die Mitarbeitenden des Bilateralen Kooperationsprogramms (BKP) zutiefst. Seit über 15 Jahren arbeitet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des BKP mit ukrainischen Partnern der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Seite an Seite für den Aufbau einer nachhaltigen Landwirtschaft. Die militärischen Aggressionen können den langjährigen Zusammenhalt nicht aushebeln und insbesondere in diesen schwierigen Zeiten ist es unabdingbar, die Kontinuität dieser Kooperation aufrechtzuerhalten.

ukrainische Flagge mit Friedenstaube
Beschreibung des Bildelements: Frieden für die Ukraine (Quelle: Pixabay)

Neben der Zerstörung kritischer Infrastruktur ist die Grundversorgung der ukrainischen Bevölkerung nicht mehr sichergestellt und es kommt zu großen Engpässen bei der medizinischen Ausstattung und Hilfe sowie bei der Ernährungssicherheit. In diesem Kontext ist das BMEL bestrebt, einen Beitrag zur Lebensmittelversorgung schnell, bedarfsorientiert und zielgerichtet zu leisten. „Es ist Gebot der Stunde, dass wir hier schnell und umfassend helfen. Jetzt kommt es darauf an, dass das Lebensnotwendigste die Menschen in den Kriegsgebieten erreicht.“, so Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft in einer Pressemitteilung am 04. März 2022.

Eine signifikante Rolle spielt hierbei die überwältigende Hilfs- und Spendenbereitschaft der Ernährungswirtschaft in Deutschland. Um abgestimmt die Lebensmittelhilfen deutscher Unternehmen in die Ukraine zu schaffen, hat das BMEL eine Koordinierungsstelle aufgebaut, die bereits in diesen Tagen erste Lebensmittelhilfstransporte in die Ukraine bringen konnte. In enger Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern, dem dortigen Ministerium für Wirtschaft und dem Ministerium für Landwirtschaft, koordiniert die neu geschaffene Stelle die offiziellen Anfragen aus der Ukraine und Spendenangebote der Ernährungswirtschaft in Deutschland. Ziel ist es, Lebensmittelhilfen schnell, bedarfsgerecht und zielgerichtet in die Ukraine zu bringen. Die Koordinierungsstelle steht hierfür in engem Austausch mit den relevanten öffentlichen Stellen in der Ukraine, orientiert sich an den konkreten Bedarfen vor Ort und kommuniziert diese an interessierte Unternehmen in Deutschland. Sie ist außerdem für die Koordination der Anlieferung an die Zentral- und Sammelstellen (Hubs) in der Nähe der ukrainischen Grenze zuständig. Der Transport der Lieferungen von den Hubs in die Ukraine erfolgt durch die lokalen Partner. Die Nachverfolgbarkeit der Lieferungen ist von großer Bedeutung und wird von der Koordinierungsstelle in Zusammenarbeit mit den ukrainischen Partnern bestmöglich sichergestellt.

Die Koordinierungsstelle ist eingebettet in Maßnahmen des bilateralen Kooperationsprojektes Agritrade Ukraine des BMEL. Mehr Informationen finden Sie unter www.lebensmittelhilfe-ukraine.de