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Der 2. Runde Tisch für in der Ukraine tätige Öko-Kontrollstellen erfolgreich durchgeführt

Am 13. Februar 2020 fand auf der BIOFACH in Nürnberg der 2. Runde Tisch für Öko-Kontrollstellen zum Thema „Das Öko-Gesetz der Ukraine und seine Anforderungen an Öko-Kontrollstellen“ statt.

Ein erfolgreicher Runder Tisch auf der BIOFACH mit Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaftsministerien aus Deutschland und der Ukraine. Bildquelle: Projekt «Cooperation Organic Agriculture»


Die Welt des ökologischen Landbaus in der Ukraine ist weitaus größer, als man auf dem Foto vermuten könnte, denn immerhin nimmt die Ukraine hinsichtlich ihrer Exporte in die Europäische Union mengenmäßig den 4. Platz ein. Die Deutsch-Ukrainische Zusammenarbeit im Bereich Ökolandbau (COA) unterstützt als Teil des Bilateralen Kooperationsprogrammes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) seit 2016 die Ukraine in ihrem Gesetzgebungsprozess für den ökologischen Landbau sowie bei der Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften.
Die erfolgreiche Veranstaltung im offiziellen Kongressprogramm der BIOFACH 2020 konzentrierte sich auf die neueste Entwicklung des ukrainischen Öko-Gesetzes, welches im August 2019 in Kraft trat und voraussichtlich noch in diesem Jahr zur Anwendung kommt. Ab diesem Zeitpunkt müssen dann alle auf dem ukrainischen Markt verkauften Öko-Produkte nach nationalem Recht zertifiziert sein. Die jeweiligen Kontrollstellen (CBs) müssen sich beim Ministerium für Entwicklung von Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft der Ukraine (MEDTA) registrieren und von der Nationalen Akkreditierungsagentur der Ukraine (NAAU) erfasst sein. CBs, die ausschließlich Inspektions- und Zertifizierungsdienste für andere Bio-Vorschriften wie EU oder NOP anbieten, müssen von ihren ukrainischen Kunden separat registriert werden; eine eigene Akkreditierung nach dem ukrainischen Öko-Gesetz wird vorerst nicht notwendig sein.
Herr Walter Dübner begrüßte als Vertreter des BMEL die ca. 100 Teilnehmenden und wies auf die Bedeutung des Ökolandbaus für beide Länder und Europa hin. Frau Valentina Zayets vom MEDTA informierte die Zuhörer zum aktuellen Stand der Öko-Gesetzgebung in der Ukraine und Frau Olga Semenchuk vom Ukrainischen Amt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (FSA), welches zukünftig als zuständige Kontrollbehörde agieren wird, ging detailliert auf die Anforderungen für Öko-Kontrollstellen ein, die in der Ukraine tätig sind. Dass die Ukraine auf einem guten Weg ist, stellte Dr. Stefan Dreesmann vom Niedersächsischen Ministerium für Lebensmittel, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in seinem Vortrag fest: „In der Ukraine gibt es mittlerweile ein großes Netzwerk von Aktiven im ökologischen Landbau. Hierzu zählen insbesondere Vertreter von Öko- und Umweltverbänden, Vertreter im Parlament sowie der Behörden. Aufbauend auf ihren Erfahrungen und Aktivitäten bin ich optimistisch, dass sich auf dieser Grundlage der ökologische Landbau in der Ukraine stetig weiter entwickeln wird.“ Abschließend wurden verschiedene Aspekte der Gesetzgebung in der Ukraine und Europa mit prominenten Podiumsteilnehmenden aus beiden Ländern diskutiert.

 

 

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